Piehnat

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Vom alten Laptop zum fast NAS(Copyparty Edition)

Ein alter Laptop und 2 Screenshots der Copyparty-Ansicht

Ich stolperte beim Ausmisten über einen alten ASUS F551M mit 4 GB RAM und einer 1 TB Festplatte. Natürlich keine SSD, kein Hochleistungsserver und keine 27 Kerne. Einfach ein alter Laptop aus einer anderen Zeit.

Da ich sowieso gerade auf der Suche nach einer Ablösung für den schon seit längerem randvollen USB-Stick an unserer Fritzbox war, der im Grunde die gleiche Aufgabe erfüllt, bekam der alte Laptop kurzerhand einen neuen Job. Ein kleiner Dateiserver.

Natürlich ist das kein klassisches NAS mit 78 Festplatten, RAID-System, Ausfallsicherheit, Hot-Swap-Schächten und allem, was moderne NAS-Geräte inzwischen so mitbringen. Kein kleiner schwarzer Kasten mit blinkenden LEDs und einem Namen, der klingt, als würde gleich ein Raumschiff starten.

Aber genau darum ging es mir auch nicht. Kohle hätte ich eh keine und der Laptop stand bereits hier, verbraucht im Betrieb nur wenige Watt und bekommt jetzt noch eine sinnvolle Aufgabe, statt aufm Müll zu landen.

Die Idee war simpel. Ich wollte bestimmte Dateien im Netzwerk erreichbar haben, ohne Cloud-Abo, ohne fremde Server und ohne aus einem alten Laptop ein riesiges IT-Projekt zu machen.

Dafür habe ich Debian minimal installiert. Keine grafische Oberfläche, kein unnötiger Ballast. Das Teil soll keine 10 Dinge können, sondern 1 Sache zuverlässig erledigen.

Nach der Installation gab es den ersten kleinen Debian-Moment. Sudo war nicht vorhanden. Minimal heißt bei Debian wirklich minimal. Kurz nachinstalliert, Benutzer angepasst und weiter ging es.

Für den Dateiserver landete ich bei Copyparty. Genau diese Einfachheit gefällt mir. Keine Datenbank, keine riesige Plattform, kein komplizierter Unterbau. Im Grunde ist es eine einzelne Datei, die einen kleinen Web-Dateiserver bereitstellt.

Natürlich gibt es mächtigere Lösungen. Ein klassisches NAS-System oder Nextcloud bieten deutlich mehr Möglichkeiten. Aber mehr Möglichkeiten bedeuten eben auch mehr Wartung. Ich wollte einfach Minimalsismus statt neuen Server-Spielplatz.

Nachdem Copyparty eingerichtet war, bekam der alte Laptop noch einen automatischen Start über systemd. Ein NAS, das nach jedem Neustart jemanden braucht, der es manuell startet, wäre irgendwie am Ziel vorbei.

Jetzt läuft die Kiste einfach vor sich hin. Vom PC greife ich über den Browser zu, vom Handy ebenfalls. Manchmal ist eine kleine Lösung, die einfach funktioniert, besser als eine große Plattform, die alles können will.

Und ja, bevor jemand mit der NAS-Erbsenzähler-Keule kommt.. Ich weiß, dass das technisch gesehen kein klassisches NAS ist. Ich haue mir selbst aufs Maul, wenn ich das noch einmal erklären muss. Aber ihr wisst, was ich meine.

Peace.

Gebastelt

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