Opas wie ich haben schon so einige Paradigmenwechsel im Computerbereich miterlebt. Grafische Benutzeroberflächen mit Maus, Laptops, die den Rechner vom Schreibtisch befreiten, die ersten mobilen Dinger wie Palmtops und Windows CE und irgendwann Smartphones.
Jedes Mal wurde darüber diskutiert, ob sich dieser neue Quatsch überhaupt durchsetzen würde. Hat er dann meist trotzdem.
VR mal ausgenommen. Das hat sich bis heute nicht so durchgesetzt, wie viele dachten. Aber auch besser so, keinen Bock, mir nochmal mein Mittagessen aufs Shirt zu kotzen, weil ich gar nicht so viele Reisetabletten fressen kann, wie die Pixelbuden meinem Hirn abverlangen.
Glaubt man all den Tech-Propheten da draußen, könnte bald der nächste Paradigmenwechsel anstehen. Das Smartphone soll sich vom Gerät, auf dem wir im FOMO-Rausch Apps öffnen und uns die Finger wund scrollen, immer mehr zur Steuerzentrale unseres persönlichen KI-Lakaien entwickeln. Nicht mehr App suchen, 5 Mal irgendwo draufdrücken, sondern sagen, was man erledigt haben möchte, und der digitale Laufbursche erledigt den Rest.
Vieles davon sieht man ja heute bereits in den proprietären Agent-Tools. Ein Teil wird lokal auf dem Gerät laufen, wodurch die Neural Engine plötzlich mehr zu tun bekommt, als meine verkochten Nudelfotos mit absurden Kameraeffekten aufzupimpen.
Das wäre dann tatsächlich ein neuer Umgang mit Computern und nicht einfach nur das nächste Smartphone mit 17 Kameras mehr.
Sollte das alles wirklich so kommen, habe ich endlich einen Grund, mir wieder mein heißgeliebtes Nokia 8310 mit diesem geilen iceblauen Licht zu kaufen, denn den Scheiss könnt ihr mal schön alleine machen.