Zum 250. Geburtstag der USA

In den letzten Tagen las ich vermehrt Thesen wie, dass George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt am Mount Rushmore im direkten Vergleich zum orangen Despoten wie Fremde über dem eigenen Land aufragen.

Nun, letztlich sind sie genau das, denn dies war nie ihr Land. Besonders dieser Berg gehört den Sioux, sprich den indigenen Völkern, denen er gewaltsam entrissen wurde.

Die Geschichte der USA muss eigentlich damit beginnen, wie den Ureinwohnern ihr Eigentum entrissen wurde und wie sie bis heute dafür nie anständig entschädigt wurden.

Dann noch zu feiern, dass in ein Heiligtum die Gesichter der Eroberer eingehämmert wurden, ist eigentlich eine Perversion.

Das wäre so, als würde man in eine Moschee christliche Heiligengesichter in die Fassade hämmern, nachdem man die Bevölkerung massakriert und vertrieben und die Moschee mit Gewalt in Besitz genommen hat.

Meinetwegen auch umgedreht. Rechte meinen ja immer, der Islam würde ihr Abendland überrennen. Wenn in der Variante dann die Eroberer sich an der heiligen Stätte feiern würden, würde auch keiner bei Sinnen freudig applaudieren.

Überhaupt die USA zu feiern ist schon etwas seltsam. Gebaut auf Mord und Totschlag, Sklaverei und Rassismus sowie einer zahllosen Anzahl von Angriffskriegen gibt es wenig, worauf die USA objektiv betrachtet stolz sein können.

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